Wie gut eignen sich Flotten-Nutzfahrzeuge zur Elektrifizierung, welche Hemmnisse bei der Elektrifizierung solcher Fahrzeuge gibt es und welche Effekte entstehen beim Angebot zusätzlicher Netzdienstleistungen? Diesen und weiteren Fragestellungen widmeten sich drei Fachgebiete der TU Berlin zusammen mit der Forschungszentrum Jülich GmbH und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg im Projekt KomDRIVE von 2013 bis 2016.

Obwohl der Personenverkehr nur einen Teil des Gesamtverkehrssystems ausmacht, stand dieser in der letzten Dekade überwiegend allein im Zentrum des Elektromobilitäts-Diskurses. Der Wirtschaftsverkehr, jener Verkehr, dem eine wirtschaftliche Motivation zu Grunde liegt, wurde im Elektromobilitäts-Diskurs häufig vernachlässigt – zu Unrecht, denn in den nächsten Dekaden wird beim städtischen Wirtschaftsverkehr von einer deutlichen Steigerung der Verkehrsleistung ausgegangen. Obwohl gerade Pkw und leichte Nutzfahrzeuge aus technischer Sicht gut elektrifiziert werden können und im Bereich des Schwerlastverkehrs zumindest eine Elektrifizierung im Sinne von Hybridantrieben möglich wäre, kommen aus wirtschaftlichen Gründen, Nutzungseinschränkungen und mangelnder Informationslage fast ausschließlich Dieselfahrzeuge zum Einsatz. Somit steigen im Güterverkehr die CO2-Emissionen an, während sie im Personenverkehr rückläufig sind, und der Anteil an Emissionen durch den Verkehr insgesamt wächst.

Anzahl der Pkw gewerblicher und privater Halter nach Hubraum